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Als am 3. Oktober 2004 Papst Johannes Paul II. Kaiser Karl I. von Österreich selig sprach (die Eltern des Papstes hatten Karol Wojtyła bewußt auf den Namen ihres damaligen Herrschers getauft), verkündete er, dass das liturgische Fest des neuen Seligen nicht wie üblich am Tag des Todes, d.h. der Geburt im Himmel (Dies Natalis) fallen würde, sondern auf den Tag seiner Hochzeit mit Prinzessin Zita von Bourbon-Parma am 21. Oktober 1911.
Eine Entscheidung, die bisher sonst nur für die Seligen Luigi und Maria Beltrame-Quattocchi und für die Eltern der Hl. Therese vom Kinde Jesu, die Eheleute Louis und Zélie Martin, getroffen worden war. Diese Tatsache war selbstverständlich eine Ermutigung, auch an der Eröffnung eines Seligsprechungsprozeßes für die Dienerin Gottes Zita zu arbeiten, zumal Karl am Hochzeitstag seiner Frau Folgendes sagte: "Nun müssen wir uns gegenseitig helfen, in den Himmel zu kommen".
Da die Kirche Ehe und Familie fördern will, braucht sie für die Familien unserer Zeit Vorbilder für ein christliches Eheleben. Der Papst will ferner nicht nur christliche Ehepaare fördern, sondern auch den Einsatz von Laienchristen für das Gemeinwohl, insbesonders in der Politik [1]. In diesem Hinblick kann man in Frankreich auf die Seligsprechungsprozesse der Diener Gottes Robert Schuman und Edmond Michelet verweisen. In Belgien wartet man - und hofft man - auf das Gleiche für König Baudouin.
[1] Siehe den Hinweis auf den Heiligen Thomas Morus in der vom damaligen Kardinal Ratzinger unterschriebenen lehrmäßigen Note zu einigen Fragen über den Einsatz und das Verhalten der Katholiken im politischen Leben vom 24. November 2002.